Kategorie:Philosophie

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PL GK 10.1, 2012/13, A. Heyen

Thema Arbeit

Im letzten Quartal haben wir uns auf das Thema Arbeit konzentriert. Das Thema Arbeit eignet sich gut als ein Einstieg in die Philosophie, weil verschiedene Philosophen mit ihren Positionen kennengelernt werden. Die Schüler konnten sich außerdem so gut auf ihr dreiwöchiges Praktikum in Januar 2013 vorbereiten. Ihre persönlichen Erfahrungen reflektierten sie auf unserem Blog: http://philokurs.wordpress.com.

Folgende Denker wurden intensiver durchgenommen: Angelika Krebs, Karl Marx, Kant, Bloch und Aristoteles haben jeweils verschiedene Aspekte der Arbeit beschrieben und Definitionen aufgestellt. Bloch und Kant teilen die Ansicht, dass Arbeit die Menschen antreibt und ihnen einen Lebenssinn gibt. Dabei vergleicht Kant sie mit Tabak, zuerst unangenehm aber anreizend für mehr. Bloch vergleicht sie mit schlechtem Wetter und stellt die Faulheit daneben als Südseesonne dar. Beide kommen am Ende zum Schluss, dass Faulheit, wie schön sie auch sein mag, trist und langweilig ist und wir sie nur genießen können weil wir die Arbeit haben, die wir als negativ auffassen.

Für die Klausurvorbereitung: Angelika Krebs nennt die verschiedenen Arten von Arbeit.

Die Arbeit,

die wir machen um Geld zu verdienen;

die wir als zweckrationales Handeln verrichten;

die wir für andere verrichten;

zum Erhalt der Gesellschaft und

als Güterproduktion.


  • Karl Marx vergleicht den Menschen mit dem Tier und sagt, dass es die Arbeit ist die beide unterscheidet, weil Menschen durch sie Ziel und Sinn haben, wobei Tiere nur nach Instinkt handeln.
  • Aristoteles benennt die Arbeitsaufteilung im alten Griechenland, wo alle Arbeiter Sklaven waren und die Adligen (Arbeitgeber) sich mit Politik und Philosophie befassten. Dazu haben wir auch Texte über die Arbeitsansicht im der griechischen Mythologie und der Bibel gelesen. In beiden wurde Arbeit als Strafe gesehen. Im Text der *Mythologie musste Sysiphos, als Strafe für seine Sünden, in der Ewigkeit nach dem Tod, immer wieder bis in alle Ewigkeit, einen Stein einen Berg hoch schieben. Seine Arbeit war somit ohne Ziel und ohne Ergebnis und deshalb frustrierend. Im biblischen Text musste *Adam, nach der Verbannung aus dem Paradies, von nun an für sein Überleben arbeiten bis er irgendwann den Tod findet. So wurde auch er bestraft. Im laufe der Zeit haben wir verschiedene Arten und Ansichten von Arbeit kennengelernt und konnten uns so eine eigene Meinung und Definition von Arbeit bilden.

PL GK 10.2, 2012/13, A. Heyen

Anthropologie

Einstieg

1) Worin unterscheiden sich Tier und Mensch? 2) Welche Eigenschaften und Verhaltensweisen kommen dem MENSCHEN zu? Also unabhängig von allen individuellen, kulturellen, ökonomischen und historischen Unterschieden? 3) Inwieweit ist der Mensch zugleich SUBJEKT und OBJEKT der Frage nach sich selbst? Ist er dabei neutral und unparteiisch? 4) Hat der Mensch wie ein Tier ein "Instinktrepertoire"? 5) "Der Mensch lebt in einer ihm eigentümlichen Verschränkung von Weltoffenheit und Umweltgebundenheit", sagt der Philosoph Habermas.


Staatsphilosophie

PL GK 11.2, 2012/13, A. Heyen

Wir gründen den Staat Luvanien

Wer kennt den neuen Staat "Luvanien", der vor kurzem der EU beigetreten ist? Dies wurden Engländer im Jahre 2004 gefragt und relativ viele gaben an, diesen Staat zu kennen. Rund zehn Jahren später bekommt der Philosophiekurs Stufe 11 im März 2013 dieselbe Fragen, glücklicherweise fällt fast kein KAS-Schüler auf diese "Umfrage" herein. Sicher können die meisten fast alle EU-Staaten auch ohne Vorbereitung aufzählen.

Trotzdem bleiben wir dem leeren Begriff "Luvanien" treu. In Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit bekommen die Schüler die Aufgabe, sich Gedanken "ihrem Luvanien" zu machen und anschließend ihre Überlegungen schriftlich festzuhalten.

Hier einige der Ergebnisse:

Unser Luvanien liegt auf dem Gebiet von Italien. Es hat zwei Millionen Einwohner. Zwei Staatsoberhäupter bestimmen das Geschehen. Alle zwei Monate werden von diesen 22 ihrer Untertanen ausgewählt. Das sind diejenigen, die am fleißigsten gearbeitet haben. Sie haben nun eine wichtige Aufgabe. Sie können über das Staatsgeschehen bestimmen. Alle Regierungsentscheidungen liegen bei ihnen. Die Staatsoberhäupter haben allerdings immer noch die oberste Macht. Die Ausgewählten können Gesetzesvorschläge machen. Außerdem können sie über die vorliegenden abstimmen.

Jeder hat die Chance, seinen Staat zu verbessern. So ist jeder motiviert bei der Arbeit. Dadurch kann er erwählt werden und seine Meinung einbringen.

Es entsteht wenig Ungerechtigkeit, da man ,einmal ausgewählt , für zwei Jahre nicht mehr genommen werden kann. Jeder hat so eine große Chance, dranzukommen. Es werden auch soziale Aspekte berücksichtigt. Die Staatsoberhäupter wählen auch n ach sozialer Kompetenz aus. Wenn jemand sich unfair verhält, sinken seine Chancen. Hilft er dagegen anderen, wird er privilegiert.

So entsteht ein Staat, in dem motiviert gearbeitet und sozial gehandelt wird und jeder ab und zu mitbestimmen kann.

Der Gedanke die Menschen für ihre Arbeitsleistungen durch Mitbestimmungsrecht zu belohnen, ist theoretisch gut gemeint, doch finde ich persöhnlich dieses Recht sollte Jedem zustehen, unabhängig von dessen Einbringen in die Gesellschaft. Zudem sind 21 Menschen kaum representativ für 2 millionen Einwohner.

Des Weiteren sehe ich in der Herausfilterung dieser 21 Bürger eine Schwierigkeit, denn nach welchen Kriterien soll dies geschehen und- in Relation zu der Bevölkerungsmasse gesehen- wie durchgeführt werden?

Unser Luvanien ist ein Anarcho- Syndikalismus, in welchem sich die kommunistischen Züge entäußern durch allgemein wenig, oder gar keine Eigentümer, der Einzel-Personen und durch eine Gleichwertigkeit eines jeden Menschen. So weist dieser Staat auch jegliche Bevölkerungsgruppen auf.

Ein Kritikpunkt wäre, dass das Luvanien auf den ersten Blick wenig hilfreich für die EU erscheint- keine gemeinsame Währung, kein fließender Export- und Importhandel, dergleichen. Und tatsächlich dürfte Luvanien wirtschaftlich zunächst wenig lukrativ für den Bund sein. Doch unter anderen Gesichtspunkten, wie zum Beispiel dem Wohlergehen der Bevölkerung, sieht das Ganze wieder anders aus.

Luvanien ist ein Inselstaat in dem Tauschgeschäfte vollzogen werden und der Strom aus erneuerbaren Energien bezogen wird. Ein potenzieller Konfliktherd ist das nicht-vorhanden-sein von höheren Instanzen, wie der Polizei, oder dem Militär.

An dessen Stelle tritt eine Awareness- group, die durch eine viel sensibilisiere Herangehensweise an Konflikte dessen Lösungen zu bezwecken vermag. Dabei vertrauen wir auf das Verantwortungsbewusste Handeln und den Gemeinschaftssinn jeder Einzel-Person. Dieses bestehende Risiko muss auf sich genommen werden, um unser Leitziel- die Selbstbestimmung des Menschen steht an erster Stelle- zu garantieren.

Dadurch, dass das sich Luvanien als Insel sowohl geografisch, als auch durch sein autonomes Handelssystem von den umliegenden Staaten abhebt, würde es sich wahrscheinlich mit der Zeit zu einer Art Aussteiger- Domizil entwickeln, mit hoher Fluktuationsrate.

Konsumverzicht ist ein Aspekt, der mit diesem Lebensstil einher geht und deshalb ist es von großer Bedeutung, dass jeder Bewohner auf komplett freiwilliger Basis in Luvanien lebt.

Luvanien ist ein autokratischer Staat auf einer Insel im Mittelmeer. In Luvanien herrschen strenge Regeln, deren Missachtung schwere Folgen und Konsequenzen mit sich trägt.

   1. Wer einen anderen Menschen ermordet, wird ausgewiesen.
   2. Wer einen anderen Menschen vergewaltigt, wird ausgewiesen.
   3. Ausländer die straftätig werden, werden ausgewiesen
   4. Wer ein Kind missbraucht, wird ausgewiesen.
   5. Wer nicht arbeitet ist dazu verpflichtet das nächste Jobangebot anzunehmen welches er bekommt.
   6. Der Staat bietet jederzeit genügend Jobs an, das jeder einen Job haben kann.
   7. Wer sich weigert einen Job anzunehmen, wird ausgewiesen.
   (Behinderte und geistig Unfähige ausgeschlossen)
   8. Jedes Kind muss einen Schulabschluss absolvieren. Nach dem Abschluss einer Schule muss das nächst höhere Schulsystem besucht werde. Wenn er dieses nicht beim ersten Versuch besteht, ist er von der Pflicht befreit und bekommt den letzteren Schulabschluss anerkannt.
   9. Jeder Übergewichtige hat die Pflicht auf ein gesundes Gewicht hinunter abzunehmen. Wenn er dieses nicht innerhalb von einer realistisch auskalkulierten Zeit bewältigt, muss er in ein Heim welches sich auf das abnehmen spezialisiert hat, bis dies erfolgreich geschehen ist. Das selbe gilt für Magersüchtige und Leute mit anderen Störungen oder Abhängigkeiten.
   10. Hochzeiten sind erst nach 5 Jahren vorweisbarer Partnerschaft erlaubt.
   11. Fremdgehen wird mit 1000,- Bußgeld oder einer Freiheitsstrafe belegt.
   12. Schwangerschaften unter 18 Jahren sind verboten. Freiheitsstrafen oder Bußgelder können fällig werden
   13. Keiner in dem Land verdient mehr als der andere.
   14. Einwanderer die sehr wohlhabend sind unterliegen einer Reichensteuer
   15. Der Führerschein ist ein Pflicht Dokument.
   16. Selbstmordgefährdete, die sich nach einem vergangen Selbstmord Versuch und einer langen psychologischen Behandlung erneut versuchen das Leben zu nehmen, werden entweder ausgewiesen, oder je nach Wunsch mit einer spritze mit Herzschlag verringerndem Mittel unterstützt.
   17. Euthanasie ist nach psychologischen und physischen Gutachten erlaubt.
   	

Mein Luvanien ist ein kleiner Staat mit einer überschaubaren Menge an Einwohnern, und liegt auf einer schönen Insel mitten im Meer. Es ist für seine schönen Strände,Wälder und Wiesen und die reiche Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen bekannt. Die Einwohner leben friedlich zusammen und mögen keinerlei Art von Konflikten, weswegen sich Luvanien auch aus Kriegen und Internationalen Konflikten raushält.

In meinem Luvanien gibt es keine Autos, alle müssen Zufußgehen, mit Fahrrad, Bahnen oder auf Pferden zur Schule oder Arbeit kommen.

Der Jugend-, Tier- und Umweltschutz stehen an erster Stelle des Staates. Strom darf nur auf Umweltfreundliche weise Produziert werden und in der Landwirtschaft darf nur mit so vielen Pestiziden gearbeitet werden, dass der Lebensraum aller Tiere und Pflanzen weiterhin erhalten bleibt und es keine bedrohten Arten gibt.

Haustiere müssen außerdem Artgerecht gehalten werden, also wie es ihrer natürlichen Umgebung entspricht. Beispielsweise dürfen Pferde nur in Herden und auf großen Wiesen gehalten werden, und Vögel müssen in großen Käfigen gehalten werden, wo sie genug platzt haben um fliegen zu können.

Es gibt keine Schulen mehr, die nach Gymnasium, Haupt und Real getrennt sind, sondern nur Gemeinschaftsschulen, wo alle gemeinsam lernen und alle die Chance auf einen guten Abschluss bekommen können. Außerdem müssen Schüler wie Lehrer einheitliche Kleidung tragen, da das Lernen und nicht das Aussehen und die Kleidermarken im Vordergrund stehen, und damit es keine Ausgrenzung und Mobbing wegen oben genanntem gibt. Für Schüler, die nicht gut genug in der Schule gibt es spezielle Förderungs- und Hilfsprogramme genauso wie für Schüler die sich Klassenfahrten und eventuelle Exkursionen nicht leisten können.

Lehrer dürfen ihre Schüler nicht abwerten wegen ihres Aussehens oder wenn sie keinen guten Familienhintergrund haben, sondern sollen sich darum kümmern allen Schülern gleich viel Wissen zu vermitteln und auch das diese keine Probleme in der Schule haben.

Klassenarbeiten, Klausuren,Tests oder Prüfungen werden abgeschafft, stattdessen müssen die Schüler bis zum Ende des Schuljahrs in einem Fach ihrer Wahl eine Art Portfolio gestalten, in dem sie die für sie interessantesten Momente festhalten und was sie alles in dem entsprechendem Fach gelernt haben.

Für alle werden genügend Studien-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, sodass es keine Arbeitslosen gibt und so kein Arbeitslosengeld gebraucht wird, dieses Geld kann dann stattdessen in Projekte,Umwelt- und Tierschutz, Bildung und Forschung gesteckt werden, sodass der Staat viel Fortschritt genießen kann, trotz Umweltauflagen etc.

Auch wird für genügend Kindergärten gesorgt, sodass die Eltern nicht zuhause bleiben müssen,weil sie für ihre Kinder keinen Kita Platzt bekommen.

Für die Kinder und Jugendlichen werden genügend Freizeitaktivitäten angeboten, damit diese nicht auf dumme Gedanken kommen und Zigaretten rauchen oder Drogen und Alkohol konsumieren.

Luvanien ist ein klein Staat zwischen Slowenien und Kroatien an der Küste. Er hat ca. 1,5 Millionen Einwohner und besteht aus mehreren kleinen Dörfern und Städten.

Luvanien ist eine konstitutionelle Monarchie und eine Demokratie. Der König kann, genau wie die Minister, Gesetze vorschlagen, diese müssen dann aber von dem jeweils anderen abgesegnet werden. Die Minister und andere Politiker werden von von dem Volk gewählt, das Amt des Königs wird familiär weitergereicht. Jedoch kann er vom Volk abgewählt werden, wenn 80 % der Wähler gegen ihn stimmen.

Sehr wichtig in Luvanien ist die schulische Ausbildung. Sie wird vom Staat mit vielen Geldern unterstützt, damit jeder Einwohner die gleiche, sehr gute, Ausbildung genießen kann. Es gibt zwei Schulformen, die beide ganztägig sind und die am besten ausgebildeten Lehrer haben. In der guten Ausbildung sehen die Staatsoberhäupter die Zukunft für Luvanien, da sie einen hochmodernen Staat anstreben.

Jedoch wollen viele junge Luvanier, trotzt ihrer Ausbildung und Möglichkeiten, wie ihre Eltern Fischer werden. Ihnen sind, genau wie ihre Eltern, Traditionen sehr wichtig und das Fischen ist in Luvanien einen lang zurückreichende Tradition. Die großen Fischmengen werden in andere Länder exportiert und die Einnahmen werden, wie alle Einnahmen des Staates, in eine Staatskasse, die auch von dem Volk eingesehen werden kann.

Eine Website zeigt den aktuellen Bestand, die Ausgaben und Geldwege an. Zudem wird das Geld in der Staatskasse zu Gunsten der Bürger verwendet, was sie ebenfalls auf der Website prüfen können. Jeder Bürger muss Steuern zahlen, die an die jeweiligen Einnahmen angepasst werden. Es gibt in Luvanien nur eine kleine Behörde, da es nur 1,5 Millionen gibt und Straftaten kaum vorkommen.

Um einwandern zu können, muss man einige Verträge unterschreiben, unter anderem einen, der besagt, dass man im Falle einer begangenen Straftat fristlos abgeschoben wird bzw. Im Falle einer schlimmen Straftat ins Staatsgefängnis kommt. Luvanien ist ein beliebter Reiseort. Die kleinen Fischerdörfer mit ihren Stränden sind beliebte Kurorte, weshalb der König und die Minister sich darum bemühen, sie für Touristen besser zu gestalten und das Straßennetz auszubauen.

Mittlerweile wurde in der Hauptstadt, die genau wie der Staat selbst, Luvanien heißt, ein Flughafen gebaut, der zu einem der modernsten Europas zählt.